Das Wasser-Lexikon von Wer-liefert-Wasser.de
Kurze Erläuterungen rund um das Thema: Wasser
Entsäuerung, Enteisenung, Entmanganung, Enthärtung , Eisen,

Entsäuerung

Die Entsäuerung bei der Trinkwasseraufbereitung dient zur Stabilisierung des ph-Wertes und zur Entfernung der aggressiven Kohlensäure, damit wird der Korrosion am Wasserleitungsnetz vorgebeugt.

Eine Entsäuerung muss dann durchgeführt werden, wenn das Wasser nicht im so genannten Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht steht. Dieses wird oft auch als Calcit- oder Calciumcarbonat-Sättigung bezeichnet. Befindet
sich das Wasser nicht im genannten Gleichgewicht, so setzt es entweder Kalk ab, was langfristig zur Verstopfung der Rohrleitungen führen würde, oder es enthält überschüssige freie Kohlensäure, die das Eisen der Rohrleitungen angreift. Diese überschüssige Kohlensäure kann in einer einfachen physikalischen Methode in Form von Kohlenstoffdioxid durch eine drucklose und offene Belüftung im Gasaustauschverfahren entfernt werden.
Daneben existieren (ganz besonders für calciumarme, weiche Wässer, bei denen das Gasaustauschverfahren nicht besonders wirksam ist) auch bestimmte chemische Verfahren zur Entsäuerung. So kann die überschüssige Kohlensäure im Rahmen eines so genannten Dosierverfahren durch die Zugabe von alkalisch reagierenden Stoffen neutralisiert werden.

Häufig eingesetzte Dosiermittel
• Natriumhydroxid (=Natronlauge)
• Natriumcarbonat (=Soda)
• Natriumhydrogencarbonat
• Calciumhydroxid (Kalkhydrat in Form von Kalkmilch oder Kalkwasser)
• und Calciumchlorid.

Weitere Möglichkeiten zur chemischen
Entsäuerung

• die Entsäuerung mit Weißkalk (etwas aufwendig, weil aus dem Weißkalk zuerst Kalkmilch oder Kalkwasser bereitet werden muss)
• eine Filtration über dolomitisches Filtermaterial (sogenannten „halbgebrannten Dolomit“)
• und die Entsäuerung durch gekörntes Calciumcarbonat (auch „Marmor genannt).

Bei allen verfahren, muss ständig der ph-Wert kontroliert werden.


Powered by UDL Intermedia Group